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Wasser, das faszinierende Element begegnet uns als Mittelpunkt der Informationsanlage am Natur- erlebnisweg an der Saalach. Bis hierher hat die
Saalach eine Fließstrecke von rund 103 km zurück- gelegt. Sie entspringt, von mehreren Quellen ge- speist, auf einer Höhe von 1.940 m der nördliche Kitzbüheler Kalkalpen. Sie ist das zweitgrößte Fließ-
gewässer des Landes Salzburg.
Ihr Gesamteinzugsgebiet beträgt 1.150 km2. Sie ist ein typisches alpines Fließgewässer mit meist grünlicher Färbung, die sich von kleinsten Kalk-
teilchen im Wasser ergibt. Das Wasser stürzt über die Saalwände in ein „Strecktal“, das die Bewohner als Glemmtal bezeichnen (Saalbach-Hinterglemm). Der unscheinbar daherfließende „Salpach“, wie die
Saalach hier auch genannt wird, kann sich bei starkem Regen oder einer Schneeschmelze zu einem zerstörerischen Ungeheuer entwickeln.
Die Enge des Bachbettes nimmt die Wasser-
massen nicht mehr auf. Sie treten über die Ufer und nehmen bei dem Gefälle alles mit, was ihnen im Weg ist. Solche Fluten haben vor allem in Vieh- hofen im Glemmtal sintflutartige Verwüstungen
verursacht. Dies begründete schließlich eine totale Regulierung (Verbauung) der Saalach im Glemmtal.
In den Jahren 1949 bis 1978 folgten weitere Regulierungen im Raum Maishofen-Saalfelden.
Das Flussbett musste dabei auf ca. 7 km umge- leitet werden. Das kanalartige regulierte Flussbett wurde durch Bepflanzung landschaftsoptisch gut eingebunden, das strukturarme Gewässer durch
Steinversatz verbessert. Die Bereiche der Gemeinden Lofer und Unken (Land Salzburg), in der Gemeinde Schneizlreuth bis zur Stauwurzel des Saalachsees (Landkreis Berchtesgadener Land)
sind noch naturnahe Gewässerabschnitte.
Die untere Saalach (ab der Talsperre, Kiblinger Sperre, Gemeinde Schneizlreuth) ist innerhalb der Stadt Bad Reichenhall bis etwa zur Autobahn-
brücke (A8 München-Salzburg) ab 1822 reguliert worden. Der verlagerte Flussabschnitt innerhalb des Stadtgebietes wird von einem Auwaldgürtel begleitet. Weitere Quer- und Längsbauwerke,
Ausleitungen und Wehre folgten.
Die Saalach wurde als Haupttriftgewässer zur Versorgung der Saline Reichenhall und des Hammerauer Werkes mit Brennholz aus dem
Pinzgau bis zur Errichtung des Flusswehres zur Ausleitung in den Hammerbach (um 1540) und dem Bau der Kiblinger Sperre 1912/13 genutzt. Schon um 906 n. Chr. wurden auf der Saalach
Fässer mit Salz und anderen Gütern transportiert.
Der Flussabschnitt untere Saalach bis zur Mündung wurde mit verschiedenen Wasserbaumaßnahmen, u.a. rauhe Sohlschwellen, Querbauten zur Sohl-
sicherung und struktureller Verbesserung der Fluss- bettsohle ausgebaut, um eine weitere Eintiefung zu verhindern.
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Blick auf den Saalachstausee, Kiblinger Sperre
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