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Salzburghofen wurde um 788 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Die ältesten Bodenfunde bezeugen bis in die Jungsteinzeit zurück die
Anwesenheit von Menschen im jetzigen Stadtgebiet Freilassing. Im Jahr 15 v. Chr. kamen die Römer in das Königreich der Kelten (Noricum), nördl. der Alpen. Sie übernahmen es friedlich und bauten ihre
Siedlung in Salzburg auf unbebautem Talgrund am Fuß des Festungsberges.
Sie nannten es Juvavum (Salzburg). Es war ihr zentraler Verwaltungssitz, der westlich bis zum Inn
reichte. Im 5. Jahrhundert verschärfte sich die Lage der Römer in der örtlichen Provinz Ufernorikum, zwischen Donau und den Alpen, durch Germanen- stämme derart, dass sie dem Rückzugsbefehl aus
Rom folgten und 488 n. Chr. das Land verließen. Die um diese Zeit (5./6. Jh.) eingewanderten Baju- waren nahmen das größtenteils zerstörte Land einschließlich Juvavum in Besitz. Sie übernahmen
die politische Führung. Intensive Rodung setzte ein, welche die Wiederbesiedelung (6./7. Jh.) des ausgedünnten Landes, auch hier im unteren Saalachtal verstärkt förderte. Ortsnamen wie
Piding, Ainring mit der Silbenendung „ing“ ver- weisen auf frühbajuwarische Siedlungen.
Namen wie Gois, Wals, Nonn oder Marzoll beziehen sich auf Ortsgründungen der Romanen, die hier
geblieben sind und über Jahrhunderte nach dem Rückzug der römischen Truppen ihren kulturellen Einfluss innerhalb der Dorfgemeinschaft einbrach- ten. Der Name Freilassing hingegen ist nicht baju-
warischen Ursprungs. Er wird erstmals in einer Notiz erwähnt, die in der Zeit zwischen 1125 und 1147 entstanden ist.
Dabei kaufte ein Vater seine Tochter von ihrem
Leibherrn frei und übergab sie dem Kloster St. Peter in Salzburg. Mit einer solchen Verbesserung der persönlichen Gebundenheit hängt auch der Ortsname zusammen. Er kommt von „freilassen“
hat seine Herkunft in der rechtlichen Stellung der einstigen Bewohner, nämlich in deren Freilassung aus einem Abhängigkeitsverhältnis. Die Bajuwaren errichteten seinerzeit in Salzburghofen einen
Wirtschaftshof, der die Residenz in Salzburg zu versorgen hatte.
Die mit dem Wiederaufbau der zerstörten Stadt betrauten Salzburger Bischöfe, allen voran der 696
aus Worms hierher gerufene Bischof Rupertus, bekamen hierfür zahlreiche Schenkungen von dem Bayernherzog aus dem Stamm der Agilolfinger, der den christlichen Glauben (7. Jh.) bereits ange-
nommen hatte. Im 10. Jh. wurde auch der Wirtschaftshof von Salzburghofen mit allen zuge- hörigen Gütern und den größten Teil der Sole- quellen in Reichenhall der Kirche in Salzburg übereignet.
Als frühere Hofmark und Schrannenort (1629 be- endet) kam die Pfarrei Salzburghofen mit 801 Seelen im Jahr 1804 zum Pfleg- und späteren Landgericht Laufen. Als Steuerdistrikt eingeteilt
(1811) wurde Salzburghofen unter der gleich- namigen Bezeichnung 1818 mit 170 Familien als politische Gemeinde gebildet.
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Freilassing 1913
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